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Schrankboden durchhängen mit einer Mittelstütze dauerhaft stabilisieren
Afutura beim Öffnen des Schranks feststellen, dass sich der Boden unter der Last Ihrer Kleidung oder Bücher deutlich durchbiegt, sollten Sie nicht zögern, denn ein dauerhaft durchhängender Boden kann mit der Zeit reißen oder die Seitenwände des Korpus nach außen drücken. Die stabilste und unauffälligste Lösung ist der Einbau einer Mittelstütze, die Sie passgenau für die vorhandene Tiefe und Höhe des Fachs zuschneiden. Messen Sie dazu zunächst die genaue lichte Weite zwischen dem durchhängenden Boden und dem darunterliegenden Boden oder der Korpusunterkante, denn die Stütze muss exakt senkrecht stehen und möglichst ohne Spannung eingepasst werden. Verwenden Sie idealerweise ein stabiles Holzbrett oder eine Vierkantleiste aus Massivholz, die Sie an beiden Enden mit kleinen Gummipuffern oder Filzgleitern versehen, um Druckstellen zu vermeiden und ein Verrutschen zu verhindern. Achten Sie darauf, dass Sie beim Zuschnitt die Stütze nicht zu lang machen, sondern etwa zwei bis drei Millimeter kürzer, und keilen Sie sie anschließend mit einem dünnen Holzspan oder einer Unterlegscheibe vorsichtig fest, bis der Boden wieder spürbar gerade liegt, ohne dass Sie Gewalt anwenden müssen, denn zu viel Druck kann den Korpus spreizen.
Für eine dauerhafte Stabilisierung reicht es jedoch nicht, die Stütze einfach nur unter den Boden zu klemmen, denn sie kann bei jeder Belastung oder durch Holzfeuchtigkeit verrutschen. Deshalb sollten Sie die Mittelstütze mit zwei kleinen Metallwinkeln oder Holzwinkeln fixieren, die Sie von unten an der Stütze und am Boden festschrauben, wobei Sie kurze Schrauben verwenden, die die sichtbare Oberseite des Bodens nicht durchdringen. Alternativ können Sie die Stütze auch in eine Nut im Boden und in einen kleinen Block auf dem darunterliegenden Boden einlassen, was aber aufwendiger ist und meist nur bei einem Neuaufbau lohnt. Wenn Sie die Stütze festschrauben, bohren Sie die Löcher vor, damit das Holz nicht splittert, und versenken Sie die Schraubenköpfe leicht, damit sie keine Gegenstände auf dem Regal darunter beschädigen. Vergessen Sie nicht, die Position der Stütze so zu wählen, dass sie die nutzbare Fläche nicht unnötig einschränkt, also etwa in der Mitte des Bodens, aber leicht nach hinten versetzt, wenn Sie vorne häufig größere Gegenstände herausziehen. Prüfen Sie nach dem Einbau die Ebenheit mit einer Wasserwaage und belasten Sie den Boden anschließend schrittweise, indem Sie die schwersten Teile zunächst für einen Tag auf der Stütze lagern, bevor Sie das Fach voll beladen.
Wer grundsätzlich vorbeugen möchte, sollte bereits beim Möbel aufbauen von Anfang an auf eine ausreichende Bodenstärke und eine mittige Auflage achten, wobei viele handelsübliche Schränke mit dünnen Spanplatten ausgeliefert werden, die ohne Unterstützung einfach nachgeben werden. Wenn Sie ein neues Möbelstück montieren, können Sie eine Mittelstütze sogar direkt einplanen, indem Sie das unterste Fach so konstruieren, dass eine vertikale Trennwand oder ein massiver Steg von Anfang an integriert ist, statt später eine sichtbare Leiste nachzurüsten. Auch beim Möbel aufbauen von älteren oder zusammengesteckten Systemen sollten Sie prüfen, ob die vorhandenen Verbinder und Dübel fest sitzen, denn ein lockerer Korpus begünstigt das Durchhängen zusätzlich. Eine einmal korrekt eingebaute Mittelstütze hält im Übrigen ein Leben lang, wenn Sie darauf achten, dass sie nicht dauerhaft Feuchtigkeit ausgesetzt ist, was zum Beispiel in Kellerräumen der Fall sein kann. Überprüfen Sie daher nach einigen Monaten, ob die Stütze noch fest sitzt und ob sich der Boden eventuell an anderer Stelle neu abgesenkt hat, was Sie mit einem einfachen Lineal oder Zollstock leicht erkennen können. Letztlich ist die Mittelstütze die unauffälligste und effektivste Methode, um die Tragkraft Ihres Schrankes spürbar zu erhöhen, und sie erspart Ihnen aufwendige Reparaturen, die erst nötig würden, wenn der Boden komplett durchbricht.