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Wie dämme ich eine Kellerdecke im Altbau gegen Kältebrücken?
dieser Ratgeber Dämmplatten an die Kellerdecke kleben, sollten Sie den Ist-Zustand prüfen. Feuchtigkeit ist der größte Feind jeder Dämmung: Steigt von unten Feuchtigkeit in die Decke, kann eingeschlossene Nässe langfristig Balken und Mauerwerk schädigen. Messen Sie daher die Luftfeuchtigkeit im Keller über einige Tage und achten Sie auf Salzausblühungen oder dunkle Flecken. Trockene Keller lassen sich problemlos von unten dämmen, feuchte Räume benötigen zuerst eine Abdichtung oder eine diffusionsoffene Lösung. Prüfen Sie außerdem, ob Leitungen, Kabel oder Rohre an der Decke verlaufen, die Sie vor der Dämmung verlegen oder absichern müssen. Wer seinen Altbau optimieren möchte, beginnt also nicht mit dem Baumarktbesuch, sondern mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme.
Für die Dämmung selbst eignen sich im Altbau vor allem Mineralwolle, Holzfaserdämmung oder Schaumglasplatten, die Sie vollflächig und ohne Fugen an die Deckenunterseite anbringen. Entscheidend ist, dass keine Lücken entstehen, denn schon kleine Spalten machen den Dämmeffekt zunichte und bilden neue Kältebrücken. Arbeiten Sie daher mit Nut- und Federplatten oder stoßen Sie die Platten eng aneinander und verkleben Sie die Stöße zusätzlich. Besonders kritisch sind die Randbereiche: Der Übergang zwischen Decke und Außenwand, der sogenannte Deckenrand, ist im Altbau häufig die schwächste Stelle. Dämmen Sie hier einige Zentimeter über die eigentliche Deckenfläche hinaus in die Wand hinein, damit die Kältebrücke wirklich unterbrochen wird. Achten Sie darauf, dass die Dämmung bündig und lückenlos abschließt. Wer seinen Altbau optimieren will, sollte gerade diesen Randanschluss nicht unterschätzen, denn dort entweicht die meiste Wärme.
Bei der Befestigung haben sich Kleber und zusätzliche mechanische Halterungen bewährt, wobei Sie die Herstellerangaben zur Verarbeitung genau einhalten sollten. Eine Dampfbremse ist bei Kellerdecken meist nicht nötig, sofern der Keller trocken und die Dämmung diffusionsoffen ist; im Zweifel lassen Sie das von einer Fachperson beurteilen. Nach dem Anbringen können Sie die Dämmung mit einem geeigneten Putz oder einer Verkleidung schützen, besonders wenn der Keller als Wohn- oder Hobbyraum genutzt wird. Vergessen Sie nicht, auch die Kellerfenster und die obersten Wandbereiche in Augenschein zu nehmen, denn eine einzelne Maßnahme beseitigt selten alle Kältebrücken. Wer seinen Altbau optimieren möchte, plant deshalb am besten mehrere Schritte hintereinander und kontrolliert den Erfolg anschließend mit einem Thermometer oder einer Wärmebildkamera. So stellen Sie sicher, dass die Investition tatsächlich Wirkung zeigt und der Keller spürbar wärmer bleibt.