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Wie rüste ich eine Badewanne zur ebenerdigen Dusche um
Die Umrüstung einer klassischen Badewanne zu einer ebenerdigen Dusche ist ein anspruchsvolles Projekt, das gut geplant sein will. Zunächst sollten Sie die baulichen Gegebenheiten prüfen, denn nicht jede Nische eignet sich ohne Weiteres für den Umbau. Messen Sie die vorhandene Wannennische exakt aus und klären Sie, wo der Abfluss verläuft. In den meisten Fällen müssen Sie den Estrich öffnen, um das neue Duschsiphon mit einem Gefälle von mindestens zwei stauraum schaffen . Vergessen Sie nicht, die Wandfliesen hinter der alten Wanne zu kontrollieren – oft sind sie uneben oder weisen Schäden auf, die Sie beheben müssen, bevor Sie die neue Dusche montieren. Wenn Sie hier unsauber arbeiten, riskieren Sie später Feuchtigkeitsschäden. Planen Sie auch den Platz für eine Abtrennung aus Glas ein, da ohne Wanne das Wasser sonst den gesamten Boden flutet. Eine barrierefreie Dusche bedeutet zudem, dass der Bodenbelag im gesamten Raum wasserdicht und rutschhemmend sein sollte, was häufig eine zusätzliche Abdichtung der Wände erfordert. Dieser erste Schritt ist die halbe Miete, denn nur mit einer soliden Basis können Sie das Projekt erfolgreich umsetzen, ohne später alles wieder aufreißen zu müssen.
Im zweiten Schritt entfernen Sie die alte Wanne fachgerecht, indem Sie zuerst die Armaturen und den Überlauf demontieren und dann die Verbundfugen mit einem Cuttermesser lösen. Heben Sie die Wanne nicht einfach mit Gewalt heraus, sondern schneiden Sie sie gegebenenfalls mit einem Trennschleifer in handliche Stücke, um Verletzungen und Schäden an der Bausubstanz zu vermeiden. Nun haben Sie den Rohboden vor sich: Nivellieren Sie die Fläche mit einer Ausgleichsmasse und bauen Sie das neue Ablaufsystem ein. Achten Sie darauf, dass das Gefälle exakt zur Wand hin verläuft, damit das Wasser zuverlässig abfließt. Anschließend verlegen Sie eine geeignete Abdichtungsbahn oder flüssige Folie, die Sie mindestens zehn Zentimeter an den Wänden hochziehen – dieser Schritt ist entscheidend, um spätere Schimmelbildung zu verhindern. Wenn Sie die Gelegenheit nutzen und in diesem Zug gleich ein paar andere Punkte im Bad renovieren, wie etwa die Erneuerung der Wandfliesen oder den Austausch der Beleuchtung, sparen Sie sich doppelte Arbeit und halten den Aufwand in einem vernünftigen Rahmen. Danach setzen Sie die Duschwanne oder einen bodengleichen Ablauf ein, wobei Sie bei einer echten Ebenerdigkeit ohne Aufkantung die Fliesen direkt bis zum Ablauf führen. Prüfen Sie mit einer Wasserwaage, ob alles perfekt gerade sitzt, bevor Sie die Abdichtung final schließen.
Der letzte Abschnitt umfasst den Innenausbau: Verlegen Sie großformatige Fliesen oder einen passenden Belag, der bis in den Duschbereich durchläuft, um eine optische Einheit zu schaffen. Achten Sie dabei auf ein leichtes Gefälle zum Ablauf, auch wenn die Fliesen selbst eben wirken. Nach dem Verfugen und Aushärten montieren Sie die Glasabtrennung, die je nach Raumgröße als feste Wand mit Tür oder als klappbares Element ausgeführt sein kann. Dichten Sie alle Übergänge zwischen Glas, Wand und Boden mit hochwertigem Silikon ab und lassen Sie dieses vollständig trocknen, bevor Sie die Dusche benutzen. Zum Abschluss installieren Sie die neue Brause mit einer stabilen Halterung in ergonomischer Höhe und prüfen alle Anschlüsse auf Dichtheit. Ein häufiger Fehler ist es, die Fliesen erst nach der Montage der Armaturen zu setzen – planen Sie die Reihenfolge also sorgfältig. Wenn Sie Schritt für Schritt vorgehen und jedes Detail kontrollieren, können Sie das Projekt erfolgreich abschließen, ohne dass es später zu Undichtigkeiten kommt. Bedenken Sie, dass eine solche Umrüstung den Wert Ihrer Immobilie deutlich steigert, und es lohnt sich, hierfür auch die Statik und die Trinkwasserhygiene zu bedenken, besonders wenn Sie das Bad renovieren, um es altersgerecht zu gestalten. Mit etwas handwerklichem Geschick und Geduld entsteht so eine komfortable Dusche, die Ihnen viele Jahre Freude bereitet.