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Wann ist es nötig, den Untergrund grundieren zu lassen, bevor ich tapeziere?
Die Entscheidung, ob Sie Ihren Untergrund grundieren müssen, hängt in erster Linie von dessen Saugfähigkeit und Beschaffenheit ab. Frisch verputzte oder gespachtelte Flächen sind meist stark saugend und ziehen den Kleister aus der frisch aufgetragenen Tapete, wodurch diese nicht richtig haftet und Blasen wirft. Ein deutlich sicheres Zeichen für stark saugende Wände ist, wenn Sie mit der feuchten Hand darüberstreichen und das Wasser sofort verschwindet oder wenn der Putz wie Kreide abfärbt. Auch stark saugende Altbauwände oder Bereiche mit alten, entfernten Tapetenresten sowie Gipskartonplatten, deren Kanten und Flächen oft unterschiedlich saugen, profitieren von einer Grundierung. https://baugeschaeft-roesler.de/ , ob ein Untergrund grundieren nötig ist, führen Sie am besten einen einfachen Wassertest durch: Sprühen Sie etwas Wasser auf die Wand – perlt es ab, ist die Oberfläche zu glatt und Sie benötigen eine Haftgrundierung; zieht es sofort ein, ist eine saugende Grundierung angezeigt. Nur bei bereits gestrichenen, matten und gleichmäßig saugenden Wänden, die in gutem Zustand sind, können Sie auf diesen Schritt verzichten.
Die Art der gewählten Tapete spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle bei der Frage, ob Sie den Untergrund grundieren sollten. Bei schweren Tapeten wie Vlies- oder Strukturvinyltapeten ist eine gute Haftung der Wand unerlässlich, da diese das Gewicht sonst nicht halten kann – hier ist die Grundierung fast immer Pflicht, besonders auf glatten oder leicht staubigen Flächen. Bei dünnen Papiertapeten wiederum verhindert eine Grundierung, dass der Kleister zu schnell in den Untergrund eindringt, und verlängert so die Offenzeit, die Sie zum Ausrichten der Bahnen benötigen. Wenn Sie auf stark saugenden oder unebenen Wänden tapezieren möchten, gleicht die Grundierung zudem Saugunterschiede aus und sorgt für ein gleichmäßiges Erscheinungsbild der Tapete, da dunkle oder fleckige Stellen nicht durchscheinen. Ein weiterer praktischer Aspekt ist die Zeitersparnis: Ohne vorheriges Grundieren müssen Sie oft mehr Kleister verwenden, und die Tapete lässt sich schlechter verschieben, was zu schiefen Mustern führen kann. Bedenken Sie außerdem, dass ein gut grundierter Untergrund später auch das Entfernen der Tapete bei der nächsten Renovierung erleichtert, da sie sich leichter und in größeren Bahnen abziehen lässt.
Zusammenfassend sollten Sie Ihren Untergrund grundieren, sobald die Wand neu verputzt, stark saugend, sandend, kreidend oder sehr saugend unterschiedlich ist, sowie wenn Sie schwere Tapeten auf glatten oder glänzenden Flächen anbringen möchten. Auch bei alten Anstrichen mit Dispersionsfarbe auf glattem Putz kann eine spezielle Haftgrundierung nötig sein, wenn die Oberfläche zu glatt für einen festen Verbund ist. Wenn Sie diese Punkte beachten und im Zweifel stets lieber eine Grundierung aufzutragen, vermeiden Sie spätere Ärgernisse wie abfallende Bahnen, unschöne Blasen oder sichtbare Nahtstellen. Es ist besser, den Untergrund grundieren zu lassen oder selbst zu grundieren und dafür ein paar Stunden einzuplanen, als nach dem Tapezieren die Arbeit zu wiederholen. Letztlich ist eine fachgerechte Vorbereitung der halbe Erfolg, und Sie stellen sicher, dass Ihre neue Tapete viele Jahre lang makellos an der Wand bleibt. Vergessen Sie nicht, die Grundierung vollständig trocknen zu lassen, bevor Sie mit dem Tapezieren beginnen, und beachten Sie die Verarbeitungshinweise des jeweiligen Produkts, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.